++ Testspiele weiter untersagt! Re-Start wackelt, BFV tagt Donnerstag ++

Bayerische Staatsregierung verlängert bayerische Corona-Infektionsschutzverordnung bis 16. August – ohne von Amateurfußballern erhoffte Testspielfreigabe

„Wir hatten auf diesen Schritt gesetzt“: BFV-Zeitplan droht zu platzen

Die Bayerische Staatsregierung hat am heutigen Dienstagmittag zur Pressekonferenz gebeten – überraschenderweise ohne die nächste, erhoffte Lockerung für den Amateurfußball. In der vergangenen Woche hatte der Bayerische Fußballverband noch vermeldet, positive Signale von der Staatsregierung erhalten zu haben eine baldige Testspielfreigabe betreffend. Das bestätigte sich am heutigen Dienstag nicht. Somit gilt die aktuell gültige Infektionsschutzverordnung weiterhin bis zum 16. August. Damit ist es den Amateurfußballteams auch weiterhin nicht erlaubt, in Bayern Testspiele zu bestreiten. Damit wackelt nun auch der erhoffte Saisonstart Anfang September.

„Wir befinden uns nach wie vor in einer sehr ernsten Situation. Unsere Maßnahmen haben gewirkt. Aber wir bleiben bei unserer Linie der Vorsicht und Umsicht“, erklärt Florian Herrmann, Staatskanzleiminister, im Rahmen einer Pressekonferenz nach der heutigen Kabinettssitzung. Damit bleibt es vorerst bei der Möglichkeit, Mannschaftstrainings mit Körperkontakt durchzuführen. Aber Freundschafts- und Testspiele auf bayerischem Boden bleiben weiterhin nicht erlaubt, obwohl in zahlreichen anderen Bundesländern der Testspielbetrieb bereits wieder freigegeben ist. Wir informieren euch sofort, sollte es seitens der Bayerischen Staatsregierung weitere Verlautbarungen geben.

„In der vergangenen Woche gab es positive Signale dahingehend, dass unsere rund 4.500 bayerischen Vereine schon bald wieder Fußballspiele absolvieren können. Wir hatten auf diesen Schritt gesetzt, da auch in den Nachbarbundesländern wieder gespielt werden kann und auch viele bayerische Vereine dorthin ausweichen, um Freundschaftsspiele auszutragen. Es bleibt aber dabei, dass die Pandemie längst nicht gebannt ist und sich die Vorzeichen tageweise ändern. Was sich in der vergangenen Woche noch sehr zuversichtlich angehört hat, klingt jetzt wieder ganz anders. Dass wir uns nun weiter in Geduld üben müssen und weiterhin nur Training möglich ist, ist für uns alle natürlich enttäuschend“, sagt BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher: „Wir werden weiterhin im Sinne unserer Vereine bei der Politik vorsprechen und unsere Interessen klar zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig gilt es aber auch, die Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung zu akzeptieren, denn die Zahlen haben sich im Vergleich zur Vorwoche verändert und wir stehen in Bayern erst am Beginn der Sommerferien.“
Zeitplan „Saison-Re-Start am 01. September“ droht zu platzen: BFV-Vorstandssitzung am Donnerstag
Die Re-Start-Pläne des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) sehen aktuell noch vor, dass die derzeit unterbrochene Spielzeit 2019/20 im September fortgesetzt wird, sollten dies die staatlichen Vorgaben dann auch erlauben. „Stand jetzt bleibt dieser Plan bestehen. Ebenso gilt nach wie vor die beschlussmäßige Zusage, dass wir die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mindestens vier Wochen zuvor ankündigen werden. Aber um die aktuellste Entwicklung zu besprechen, haben wir kurzfristig für Donnerstag, den 30. Juli, eine Vorstandssitzung einberufen. Wir hoffen auf eine baldige Lockerung hinsichtlich von Trainingsspielen – wenn auch ohne Zuschauer und mit handhabbarem Hygienekonzept. Das wäre der nächste herbeigesehnte Schritt, ehe wir dann von Wettkampfspielbetrieb sprechen“, erklärt Igelspacher.